Förderpreis für Geoportal Röcknitz

Freiberg, 10. März 2009 – Die „Geodidaktische Ausgestaltung des Geoportales Röcknitz im Geopark Nordsachsen: Rohstoffgeologische Ausstellung Zeit-Wandel-Stein und Außenbereich mit Geo-Erlebnisgarten“ der Projektgemeinschaft Geo montan, formwelt 19 und novamedia aus Freiberg belegte den 1. Platz beim „Förderpreis 2009 der Stiftung Steine-Erden-Bergbau und Umwelt“. Dieser wurde am 10. März anlässlich des inzwischen 8. Baustoffkolloquiums an der TU Bergakademie Freiberg vergeben.

Den 2. Platz teilten sich Maika Mayer aus Schönebeck mit der Diplomarbeit „Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Baubestand und auf die Verwertungspotenziale von Bau- und Abbruchabfällen“ am Beispiel eine Wohngebietes mit Plattenbaubestand in Schönebeck und Quang Van Phan von der TU Bergakademie Freiberg mit einer Dissertation „Beitrag zur Staubentstehung und -verhütung bei spanender Gesteinzerstörung“. Das Siegerteam erhielt 5.000 Euro Preisgeld, die zweiten Plätze wurden mit je 2.000 Euro belohnt.

Einen Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro erhielt Dr. Jürgen Jauer (pensionierter ehemaliger Leiter Technische Dienste der Wismut GmbH) für das Thema „Nachhaltiges Kraftstoffmanagement beim Einsatz von Biodiesel für mobile Technik im Bergbau und Bauwesen“ mit welchem er erfolgreich an der TU Bergakademie promovierte.

„Wir standen vor der Aufgabe, auf 37 Quadratmetern Fläche fünf Milliarden Jahre Erdgeschichte zu präsentieren“, umriss Lars Hoschkara vom Siegerteam die nicht einfache Umsetzung. Auch musste Rücksicht auf die denkmalgeschützte Bausubstanz beim Umbau des Herrenhauses Röcknitz genommen werden, welches im 15. Jahrhundert als eine Wasserburg erbaut wurde. Heute findet der Besucher die Ausstellung „Zeit Wandel Stein – bewegte Geologie einer Landschaft“ vor, welche den Porphyrvulkanismus, die Kaolinisierung, die Braunkohlenbildung sowie die eiszeitliche Überprägung demonstriert. Zusätzlich wird das Thema durch einen selbst erstellten 3D-Animationsfilm im Empfangsbereich visualisiert. Zukünftig soll im Außengelände ein „Geoerlebnispark“ geschaffen werden.